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der Runde Tritt

Der Runde Tritt gehört zu den Techniken, die jeder Radsportler beherrschen möchte.

Tatsächlich beherrscht wohl kein Radfahrer den perfekten Runden Tritt.

 

Das liegt daran, dass die einzubringende Kraft immer im rechten Winkel zur Drehbewegung verlaufen müsste um eine optimale Ausnutzung der Kraft zu erreichen. Der Fahrer müsste drücken - schieben - ziehen im fließenden Übergang beherrschen.

Ich halte dies für unmöglich.

Hier kann nur eine Annäherung ans Optimum das Ziel sein.

 

Die meisten Fahrer beherrschen das Drücken und nach etwas Eingewöhnung auch das Ziehen des Pedals. Hiermit wird schon ein großer Teil der Pedalumdrehung zum einbringen der Kraft genutzt. Wenn diese Bewegung im fließenden wechsel vom rechten zum linken Bein funktioniert, ist ein Optimum erreicht. 

Beim drücken des rechten Bein sollte mit dem linken ziehend unterstützt werden. (und umgekehrt)

Im oberen und unteren Totpunkt ist die eingebrachte Kraft annähernd Null. Im oberen Totpunkt kommt es sogar bei Spitzenfahrern zur Erzeugung deutlich negativer Kräfte.

 

Um möglichst vie Kraft nutzbar zu machen sollte der Fahrer sich auf die Druck und Zugphase konzentrieren. Hier ist es möglich durch Technikschulung einen größeren Kraftanteil nutzbar zu machen.

 

Techniktraining: 

Das Fahren mit niedriger Trittfrequenz und hohem Druck, erlaubt es sich auf den Tritt zu konzentrieren. 

Eine weitere Möglichkeit ist es, ein Bein aus dem Pedal zu nehmen und einbeinig den Runden Tritt zu üben.

Hervorragend kann der Runde Tritt auch beim Spinning oder beim fahren auf der Rolle geübt werden, da der Fahrer hier nicht durch andere Einflüsse abgelenkt wird.

Trittfrequenz

Es gibt Untersuchungen von Sportwissenschaftlern, dass der Sauerstoffverbrauch von Rennfahrern bei einer Trittfrequenz von 55 bis 60 Upm am geringsten ist. 

Diese Erkenntnis überrascht trainierte Radfahrer, da Sie im Allgemeinen höhere Trittfrequenzen bevorzugen.  Es liegt also Nahe, dass hier noch andere Leistungslimitierende Faktoren zu berücksichtigen sind.

 

Die Ursachen sind vor allem in der Muskulatur zu suchen und hängen unter anderem mit der Art der an der Arbeit beteiligten Muskeln zusammen. Es gibt schnell kontrahierende und langsam kontrahierende Muskelfasern.

 

Aber ich möchte nicht mit zuviel Theorie langweilen.

Welche Trittfrequenzen sind nun am effektivsten.

 

Im flachen Gelände sollten 80 bis 95 Upm gewählt werden. Je nach Fahrertyp.

Kräftige Fahrer tendieren zu niedrigeren Frequenzen.

 

Bei Bergfahrten sinkt die Trittfrequenz bei den meisten Fahrern drastisch ab.

Auch hier sollte die Frequenz nicht unter 65-70 Upm absinken um eine frühzeitige Ermüdung zu vermeiden.

 

Zusammenspiel von Leistung und optimaler Trittfrequenz (Fachliteratur)

 

Leistung         Drehzahl

 

100 Watt        80 Upm

 

150 Watt        90 Upm

 

500 Watt        120 Upm

 

>800 Watt      140 Upm

 

Wobei die unteren Wattzahlen für Hobbysportler wohl eher die Ausnahme bleiben.

Im Spitzensport, Bsp. beim Sprint sind diese Werte durchaus realistisch.

Sie werden sogar noch übertroffen.

 

Aus eigener Erfahrung, kann ich sagen, dass ich bei Radrennen oder schnell gefahrenen Trainingsfahrten immer Durchschnittstrittfrequenzen von >90 Upm habe. Bei normalen Trainingsfahrten komme ich im Durchschnitt auf 80 Upm.