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Fahrtechnik

Die richtige Fahrtechnik kann Fehlbelastungen verhindern.

Sie kann die Effizienz steigern und führt somit zu erhöhter Fahrfreude.

 

Grundhaltung:

Der obere Bereich der Grundhaltung:

Es sollte Versucht werden immer mit leicht angewinkelten Ellebogen zu fahren. Hierbei sollten die Handgelenke beim greifen des Lenkers nicht, oder nur wenig, eingeknickt werden. Dies gilt für alle drei Griffpositionen des Rennradlenkers. ( Ober- Unterlenker und Bremsgriffhaltung).

Die Arme sollten beim fahren nicht nach außen gestellt werden.

Die Arme sollten am Körper, auf der Breite der Schulter sowie auf der Breite des Lenkers, gehalten werden. Dadurch ergibt sich eine gerade Armlinie.

Aus diesem Grund sollte die Lenkerbreite der Schulterbreite entsprechen. 

Bei Benutzung eines Liegelenkers, empfehle ich die Verwendung eines einstellbaren, vorne nach oben angewinkelten Modells. Dieser ermöglicht dann eine natürliche Handgelenksposition. Gerade Modelle erforden, dass das Handgelenk nach unten abgeknickt wird. 

Zum unteren Bereich der Grundhaltung:

Die Fußstellung sollte parallel zu den Kurbelarmen verlaufen. Die Kniegelenke sollten mit den Fuß- und Hüftgelenk in einer Linie laufen. Viele Fahrer bewegen Ihre Knie beim Kurbeln nach oben außen. Eine Grundregel lautet, " DIE KNIE BLEIBEN AM OBERROHR ". 

Diese Regel sollte aber nicht dazu führen, dass die Knie in einer Bewegung immer zum Oberrohr  gezogen werden. Vielmehr gilt " DER KNIELAUF SOLLTE IN EINER MÖGLICHST SENKRECHTEN LINIE VERLAUFEN ". Die Korrektur des Knielaufs ist in einem gewissen Rahmen, durch Verwendung von Sohleneinlegekeilen sowie durch verstellen der Schuhplatten, möglich.

Hierbei geht man von der Fuß - Parallelstellung zur Kurbel weg.

  

Aerodynamik: 

wohl das wichtigste Mittel um seine Geschwindigkeit beim Rennradfahren zu optimieren, ist die Aerodynamik. Wie erreicht man also eine möglichst optimale Aerodynamik.

Durch eine besonders flache, gestreckte Haltung. Die Knie und die Ellenbogen sollten nicht nach außen stehen. Eine hohe Sattelüberhöhung ist für eine aerodynamische Sitzposition von Vorteil. Die Sitzposition ist so zu wählen, dass eine möglichst kleine Windangriffsfläche entsteht.

Soweit die Theorie.

Dem entgegen steht, dass bei zu flacher und zu gesteckter Haltung kaum Kraftentfaltung möglich ist. Außerdem sinkt der Komfort. Es können Nacken schmerzen und Rücken schmerzen entstehen. Die geringe Beweglichkeit des Fahrers verhindert häufig eine extrem aerodynamische Position.

Eine passende Rennradgeometrie und eine Optimierung durch "Bike Fitting" lässt den optimalen Kompromiss zu. Hier sollte die Beweglichkeit des Fahrers berücksichtigt werden.

Die verschiedenen Griffpositionen oder auch das montieren eines Liegelenkers (weitere Position) lassen das Anpassen an die jeweilige Situation zu.

So ist z.B. am Berg eine andere Haltung optimal, wie im Flachen. Auch beim fahren in der Gruppe gelten unterschiedliche Regeln. So wird der vorne fahrende versuchen eine möglichst kleine Windangriffsfläche zu haben. Für die Fahrer in zweiter, dritter oder sogar vierter Reihe, ist dies nicht mehr so wichtig, da Sie den Windschatten vom Vordermann nutzen können. Hier ist eine bis zu 40% geringere Leistung erforderlich.

Folglich können diese Fahrer eine möglichst komfortable Sitzposition und Griffposition ein nehmen.

 

Windschatten:

auch Windschatten fahren will gelernt sein. Zumindest, wenn die Geschwindigkeit Maximalgeschwindigkeiten annimmt. Der optimale Windschatten kann nur erreicht werden, wenn der hinterher fahrende sich möglichst klein macht um möglichst wenig in den Wind zu geraten. Er sollte möglichst nah an seinen Vordermann heranfahren.

Achtung dies kann bei unerfahrenen Fahrern gefährlich sein.

Der Windschatten ermöglicht dem Hinterherfahrenden auch bei großer Leistungsdifferenz zum Vordermann, an diesem dran zu bleiben. Windschattenfahren ist die perfekte Vorgehensweise für schnelle Jedermann-Radrennen.

 

Bergfahren:

solange die Steigungen moderat sind, gilt auch am Berg, dass eine aerodynamische Sitzposition von Vorteil ist. Um so mehr Steigungs Prozente zu bezwingen sind, um so weniger Einfluss hat der Wind auf den Kraftverbrauch. 

Beim Bergfahren sollte man ein Stück nach vorne auf den Sattel rutschen. Die Trittfrequenz sollte ebenfalls bedacht werden. Viele Fahrer fahren mit zu dicken Gängen. Beim treten schwerer Gänge ermüdet die Muskulatur oft frühzeitig.

Die optimale Trittfrequenz liegt bei 85 bis 90 Umdrehungen. 

Die Schaltung sollte also komplett ausgenutzt werden.

Wenn häufig Berge zu bezwingen sind kann eine Kompaktkurbel (50/34)  oder eine Dreifachkurbel (52/39/30) von Vorteil sein.

Hinten werden Ritzelpakete mit 28 oder mehr Zähnen ( je nach Hersteller) benutzt.

 

Schalten/Trittfrequenz

Die optimale Frequenz liegt zwischen 85 und 90 UPM.

Der Fahrer sollte versuchen, denn Gang immer so zu wählen, dass seine Trittfrequenz nicht unter 75 Umdrehungen / Minute ab sinkt. Eine vorausschauende Fahrweise bringt einige Vorteile. Wenn der richtige Gang z. B. beim Sprint eingelegt ist, ist der Sieg schon halb vollbracht. Durch die höhere Trittfrequenz wird ein frühzeitiges Ermüden der Muskulatur verhindert. Zusätzlich schont sie Bänder und Gelenke. Auch die Schaltung des Rennrades funktioniert bei höheren Trittfrequenzen besser. Unter Vollast, (viel Druck bsp. im Wiegetritt) lassen sich die Gänge häufig nur wiederwillig schalten.

 

 

Techniktraining für Radsportler:

http://www.youtube.com/watch?v=BNc_Rt7IHuo